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Umrundung des Ortler in 6 Tagen
Erster Tag gleich der "Hoehepunkt" der Tour: Es ging von Sulden aus ueber einen der hohen befahrbaren Übergänge der Alpen, das 3123 m hohe Madritschjoch, das normalerweise hinunter so gut wie komplett befahrbar ist. Große Altschneefelder verhinderten das leider, trotzdem wars eine Traumabfahrt zum Zufrittsee, wie man am folgenden Bild am Grinsen von Christoph unschwer erkennen kann :-))
Zu Mittag gesellte sich zum Robert zum Team, der am Vortag noch arbeiten mußte. Gemeinsam quälten wir uns in der Nachmittagshitze zur Tarscheralm hinauf, biertrinkend und herrlichen Nudelauflauf verzehrend genossen wir die Abendsonne fast 2000 Metern
Tag 2 begann mit einer langen Tragepassage über Stock und vor allem über Stein auf 2600 m, leider mußten wir das Bike auch wieder hinunter schultern bis zu den Kofelrasterseen. Der anschließende Supertrail war die Schlepperei aber auf jeden Fall wert.
Vom Ultental gings dann auf die allseits bekannte Haselgruberhütte am Rabbijoch, wo wir Fußball-EM Finale schauend die Nacht verbrachten. Heftige Nachtgewitter ließen nichts gutes erahnen, aber der Morgen war wieder traumhaft, die Abfahrt vom Rabbijoch gehöhrt zum flowigsten, was die Alpen zu bieten haben....
Nach der Abfahrt begann eine steile Auffahrt mit anschließender Schiebpassage zum Passo Cercen. Trotz einsetzendem Nieselregen war die Abfahrt herrlich. Im oberen Bereich allerdings durch rutschigen losen Untergrund schwer, im unteren Viehreichen Gebiet herrlich zu fahren, wenn man nicht gerade eine Kuhflade getroffen hat ;-). Im Talort Fucine war um die Mittagszeit dann die schwüle Hitze unerträglich. Wir sollten in der sengenden Hitze den verkehrsreichen Passo Tonale erradeln. Wir entschieden uns für den Linienbus...
Tag 3 startet mit einem weiteren unbekannten Highlight: Hoch über Ponte di Legno führt nach der obligatorischen Schiebepassage (teilweise ohne unser GPS unmöglich zu finden) ein sanfter in unzähligen Kehren hinunterführedner Wiesentrail bis zum Fuße des Gavia-Passes.
Auch wenn wir Asphaltpässe normalerweise verabscheuen, der Gaviapass ist fahrradtechnisch einfach ein Traum: verkehrsarm steigt er in sanfter Steigung bis auf 2600 m, Höhenmetervernichtung mittels Velo kan nicht effizienter sein. Im Resaurant am Gipfel, voll mit Marco Pantani Bildern , war dann gut sitzen: Stundenlang prasselte der Regen herunter. In einer Regenpause ließ es sich herrlich nach Santa Caterina hinunterdüsen. Pässebauen können sie, die Italiener. Rechts im Hintergrund am Bild die Königsspitze, italienisch Gran Zebru, an deren Fuß wir im Refugio Pizzini auf 2700 m Seehöhe übernachtet haben.
Das Panorama auf der Hütte ist etwas vom eindrucksvollsten, was man in den Alpen finden kann. Mit Sicherheit werde ich die Hütte im Frühjahr für Schitouren nutzen, ein idealer Stützpunkt.
Am folgenden Tag stand ein weiterer 3000 der am Programm: Der Passo Zebru. Die nordwestlich ausgelegte Abfahrt ließ nichts gutes erahnen: Geschlossene Schneedecke mit gelegentlichen Ausaperungen.
Zu unserer Überaschung war der Schnee tragfähig, es macht richtig Spaß, über die Schneefelder zu surfen. Leider war der Weg teilweise durch Lawinen total weggerissen und leider noch nicht in Stand gesetzt. Wir waren nach dieser Abfahrt ziemlich geschlaucht in Bormio. Was aber jetzt bevorstand waren noch knapp 2000 Höhenmeter über alte Militätpfade über die Bocca di Forcola mit Ziel Stilfserjoch auf 2700 Meter als nächtliche Bleibe.
Auch hier war es wieder das reinste Vergnügen Italiens perfekten Kriegsstrassen mit 7 Prozent Steigung zu fahren: Teilweise Singletrail breit war nahezu die gesamte Strasse in teilweise unwegsamsten Gelände ohne Schieben zu bewältigen. Nicht einmal weidende Kühe oder Schafe waren anzutreffen, pure Einsamkeit war angesagt in traumhafter Landschaft. Trotzdem vollkommen ausgelaugt kamen wir am Stilfserjoch an, nächstes Mal werden wir diese Traumstrasse hinunter rasen ;-))
Der sechste Tag war dann der würdige Abschluß der Traumrunde: Den Ortler immer im Blickfeld rauschten wir über die Dreisprachenspitze gliech oberhalb des Stilfserjoches hinunter zu unserem Ausgangsort Sulden bzw. Glurns. Auch dieser Trail hatte so seine Tücken, landschaftlich aber wieder Horse Kategorie.
Wer die Runde nachfahren will: Unter bike-gps.de ist die Gesamte Runde samt GPS Tracks downloadbar, wir sind aber nicht über die Naturnseralm gefahren sondern über die Tarscheralm. Die Runde ist landschaftlich nicht zu überbieten, abe extrem anstrengen (15.000 Höhenmeter). Nicht nur die Aufstiege fordern mit extremen langen Tragepassagen, auch die oft harten Abfahrten fordern körperlich und mental. Trotzdem wird schon fleissig am Alpenprojekt 2009 gearbeitet.....
 
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